SBBZ (Lernen)

Die Förderschule ist eine Abteilung des Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentrums (SBBZ) in Müllheim. Sie fördert in kleinen Klassen Schüler mit Lernbehinderungen.

Aufgenommen werden Schulkinder, die wegen langdauernder, umfänglicher und deutlicher Lernleistungsprobleme dem Unterricht der Grund- und Hauptschule nicht folgen können,

  •  wenn sie daher besonderer Förderung bedürfen
  • wenn ambulante Hilfen (z.B. Kooperation Sonderschule-Grundschule) nicht ausreichen
  • wenn zusätzliche Belastungen im Bereich der Sprachentwicklung, der kognitiven Fähigkeiten, des sozialen Verhaltens, der Motivation oder des Arbeitsverhaltens vorhanden sind

Die Aufnahme erfolgt nach Genehmigung durch das zuständige Staatliche Schulamt. Voraus geht eine eingehende pädagogisch-psychologische Diagnose, wobei der Förderbedarf erhoben und der sinnvollste Förderort empfohlen werden. Die Kinder können von den Eltern oder der Grund- und Hauptschule angemeldet werden. Die Meldung sollte so früh wie möglich, d.h. bei der Einschulung oder im Grundschulalter erfolgen. Dadurch wird ein besserer Erfolg und eine größere Chance zur Rückschulung an die Regelschule erreicht. Meldungen aus dem Hauptschulbereich (Klasse 5 und 6) sind prinzipiell noch möglich, wenn das Schulversagen spät eingetreten ist.

Betreuungsdauer: Maximal bis zum Erreichen des Schulabschlusses in der 9. Klasse. Die Dauer der Förderschulbetreuung wird individuell durch die Entwicklung des Schülers bestimmt. Der Abschluss der Regelschule (Hauptschule) kann erreicht werden

  • durch Rückschulung an die Regelschule bei Leistungsanstieg
  • durch das Erreichen des "hauptschulähnlichen Abschlusses" im Berufsvorbereitungsjahr

Ziele

Das Ziel der Förderschule ist, den Anschluss an eine Lehre von handwerklichen oder sozialen Berufen zu ermöglichen. Der Übergang in ein selbständiges Leben im Beruf und im privaten Bereich wird durch Hilfen vorbereitet und anvisiert. Um den besten Übergang zu ermöglichen, bieten wir durch die 2-jährige Kooperationsklasse SBBZ Lernen Klasse 9 / Vorbereitung-Arbeit-Beruf-Klasse (VAB-Klasse) gemeinsam mit der Georg-Kerschensteiner-Schule beste Übergangsbedingungen. Mit dem Erreichen eines dem Hauptschulabschluss gleichwertigen Bildungsabschlusses oder der Vermittlung in das BVE oder die Berufsstufe der Malteserschule werden Grundlagen für eine erfolgreiche Berufs- und Lebenswelt gelegt.

Konzept und Angebote

  • eigener Bildungsplan der Förderschule, der Rücksicht auf die Lernprobleme der Schüler nimmt mit Entwicklungsförderung, Freiarbeit und Orientierung in Beruf und Leben
  • kleine Klassen
  • besonderes methodisch-didaktisches Vorgehen bei der Stoffdarbietung, Erarbeitung und Übung
  • verstärkt fachübergreifender und projektartiger Unterricht
  • Fördermaßnahmen in Teilleistungsbereichen (z.B. Wahrnehmung, Konzentration, Sprache, Motorik)
  • begleitende Förderdiagnostik
  • Schulchor und je nach Zusammensetzung auch Instrumentalgruppe
  • Einsatz moderner Unterrichtsmedien wie Computer, besonders Lernprogramme
  • intensive Elternkontakte und Kontakte zu betreuenden außerschulischen Stellen (Ärzte, Therapeuten, Beratungsstellen usw.)
  • Betriebspraktika in den Klassen 8 und 9
  • Betriebstage für speziell praktisch veranlagte Schüler
  • Arbeitsprojekte in der Hauptstufe

Kooperationsklasse SBBZ Lernen Klasse 9 / VAB

Kooperation mit der Berufsschule

Für die Klasse 9 und die Abgänger der Förderschule gibt es eine enge Kooperation mit der Georg-Kerschensteiner-Schule (gewerbliche Berufsschule in Müllheim). Das Konzept sieht eine Kooperation vor, bei der die Neuntklässler zeitweise den Unterricht der Berufsschule besuchen und die Lehrer der AJS-Schule ein Jahr später im VAB den prüfungsrelevanten Unterricht in Mathematik und Deutsch durchführen.

Klasse 9 (VAB-FöS-1):

Die Schüler sind offiziell Schüler der Albert-Julius-Sievert-Schule. Sie besuchen in den Fachbereichen Hauswirtschaft und Technik den Unterricht der Berufsschule. Dabei werden sie in Gruppen mit geeigneter Größe aufgeteilt. Die Lehrer der Berufsschule erstellen Noten zum Halbjahr und zum Schuljahresende und teilen diese den Klassenlehrern mit, damit sie in den entsprechenden Fächerverbünden der Förderschule berücksichtigt werden.

VAB-Klasse (VAB-FöS-2):

Die Schüler sind offiziell Schüler der Georg-Kerschensteiner-Schule. Die Schüler setzen sich aus den Abgängern der Förderschulen in Müllheim und Staufen zusammen. Sie erhalten in den Fächern Mathematik und Deutsch den Unterricht an der Albert-Julius-Sievert-Schule. Die Lehrer bereiten sie auch auf die Hauptschulabschluss-Prüfungen in diesen Fächern vor. Die Lehrer der Förderschule erstellen Noten zum Halbjahr und zum Schuljahresende und teilen diese den Klassenlehrern des VAB mit.

Die Schüler der Albert-Julius-Sievert-Schule werden in der 9. Klasse bei der Anmeldung zum VAB von den Klassenlehrern unterstützt. Es finden jährlich 2 –3 Besprechungen und zahlreiche Gespräche mit den beteiligten Lehrer beider Schulen in Müllheim zur inhaltlichen und organisatorischen Abstimmung statt.

Die Kooperation mit der Lilienhofschule und der Berufsschule in einer Powerpointpräsentation:

Informationen über Koopklasse (2022)

Anmeldung zur Kooperationsklasse

Anmeldung Koopklasse (2022)

Informationen über die BVE

Informationen über BVE (2021)

Die Kooperation mit der Agentur für Arbeit in einer Powerpointpräsentation:

Elterninformation zur Berufswahl (Agentur für Arbeit 2022)