Wissenswertes Fortsetzung

Das Heilpädagogische Förderzentrum soll:

  • In der Frühförderung und Prävention tätig sein,
  • als Diagnose- und Beratungszentrum in allen Fragen sonderpädagogischer Förderung dienen,
  • die verschiedenen kommunalen und regionalen Dienste (Beratungsstellen /Therapeuten usw.) im Verbund in die Arbeit einbeziehen,
  • Kinder verschiedener Behinderungsarten (Lernbehinderte / Sprachbehinderte / mög­lichst auch Kinder mit Erziehungshilfebedarf) auf Zeit oder über die gesamte Schulzeit hinweg unterrichten und therapeutisch betreuen,
  • die sonderpädagogische Förderung von Kindern an der allgemeinen Schule koordinieren und initiieren,
  • die Präsenz der verschiedenen sonderpädagogischen Kompetenzen Im Raum Müllheim sicherstellen.

Durch die gelungene Abstimmung dieser sonderpädagogischen Zielsetzungen mit der Schulpolitik des Schulträgers Stadt Müllheim und mit den Schulaufsichtsbehörden wurde es möglich zur bestehenden Förderschule (früher Schule für Lernbehinderte) und zur bestehenden Sprachheilberatungsstelle (Ambulanz für Vorschul- und Grundschulkinder)

  • im Jahr 1987 eine Sprachheilschule (einzügig mit Grundschullehrplan)
  • im Jahr 1989 eine Beratungsstelle für besonders förderungsbedürftige Kinder (Vorschulkinder mit allgemeinen Entwicklungsproblemen)
  • im Jahr 1992 einen Sprachheilkindergarten (für 4 - 6 jährige Kinder mit Sprachentwicklungsstörungen)
  • über diese Jahre hinweg eln System der Kooperation mit allen Grundschulen des Einzugbereiches (Sonderschullehrer an Grundschulen tätig)

einzurichten.

Da die Neueinrichtung staatlicher Schulen für Erziehungshilfen zur Zeit landespolitisch nicht ermöglicht wird, konnte eine geplante Schulabtellung für verhaltensauffillige Kinder nicht installiert werden. Sie wurde inzwischen mit privatem Träger im evangelischen Kinderdorf Müllheim realisiert und arbeitet trotz organisatorischer Trennung Intensiv mit dem Heilpädagogischen Förderzentrum zusammen. Somit kann man feststellen, daß es zwischen 1987 und 1992 gelungen ist, die sonderpädagogische Grundversorgung in den Bereichen Lernbehinderung, Sprachbehinderung und Erziehungshilfe einschließlich der entsprechenden ambulanten, beratenden und vorschulischen Einrichtungen für die Raumschaft Müllheim wohnortnah bereitzustellen und am Mittelzentrum zu orientieren. Dies hat zu einer stark wachsenden Akzeptanz der sonderpädagogischen Einrichtungen unter den Eltern behinderter oder von Behinderung bedrohter Kinder geführt, welche das hellpädagogische Beratungs-, Kindergarten- und Schulangebot zunehmend in Anspruch nehmen.